Projekt PREDICT

Vorhersagen generieren als Mittel zur Aktivierung von Vorwissen und zur Steigerung des Lernerfolgs

Dieses Projekt untersucht, ob das Bilden von Vorhersagen durch Lernende einen positiven Effekt auf deren Lernleistung hat und, falls ja, welche Mechanismen diesem Effekt zugrunde liegen. Darüber hinaus wird untersucht, ob es Unterschiede in der Effektivität hinsichtlich der Bildung von Vorhersagen zwischen Grundschulkindern und Studierenden gibt.

Projektbeschreibung
Das Projekt PREDICT untersucht, ob es einen positiven Effekt auf die Lernleistung hat, wenn Lernende zunächst Vorhersagen zum Lerninhalt treffen. Dazu werden in einer Serie von randomisiert kontrollierten Studien verschiedene mögliche Wirkmechanismen untersucht und miteinander verglichen. Neben der Aktivierung von Vorwissen sind dies insbesondere erhöhte Neugier sowie Überraschung über Ereignisse, die nicht mit der Vorhersage übereinstimmen. Mittels Erfassung der Pupillenreaktion werden die – durch das Bilden der Vorhersagen ausgelösten – Veränderungen in diesen lernrelevanten Emotionen genauer betrachtet.

Darüber hinaus wird erforscht, wie effektiv das Bilden von Vorhersagen bei Grundschulkindern und Studierenden ist. Ziel ist es, die zugrunde liegenden Wirkmechanismen von Vorhersagen zur Steigerung der Lernleistung, die von Lernenden gebildet wurden, zu verstehen. Das gewonnene Wissen soll als Grundlage für einen Testeinsatz dieser Methode im Unterricht dienen.

Projektleitung
Prof. Dr. Garvin Brod
Prof. Dr. Marcus Hasselhorn

Projektteam
Jasmin Breitwieser, M.Sc.
Dr. Elena Galeano-Keiner
Dr. Maria Theobald

Projektpartnerinnen
Prof. Dr. Elizabeth BonawitzRutgers University
Prof. Dr. Silvia BungeUniversity of California
Prof. Dr. Dietsje Jolles, Leiden University

Förderung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Jacobs Foundation

PREDICT ist Teil des IDeA Forschungszentrums